Nach einer langen Phase ohne Regen gab es letzte Woche etwa 20 Millimeter Niederschlag. Aber auch das reicht den Landwirten nicht, sie beregnen ihre Felder weiter künstlich. Überall in der Feldmark und an den Dörfern bollern die Dieselmotoren ihrer Pumpen, Tag und Nacht.

Im ehemaligen Schulgebäude ist jetzt ein Kindergarten, die Turnhalle wird von Sportvereinen genutzt. Jemand hat sich erbarmt und den staubigen Platz mit Blümchen in Betonringen verschönert.

Fällt dem Landmann sonst nichts ein, nimmt er einfach Glasbaustein. Lässt sich abkärchern.

Die Dorfbewohner wissen, wie Joy heute aussieht, und wo die Party stattfindet. Die anderen dürfen sich mitfreuen und weiterfahren.

Einmal wöchentlich hält der Bürgermeister des Ortes hier seine Sprechstunden ab.

Diesen prächtigen Wasserturm mit Maschinenhalle sowie ein eigenes Wasserversorgungs und Abwassersystem verdankt das kleine Dorf Düssin dem fortschrittlichen Kommerzienrat Plange. Als erster Gutsbesitzer im westlichen Mecklenburg installierte er zu Beginn des letzten Jahrhunderts sein eigenes Elektrizitätsnetz. Im verfallenden Gebäude wohnt noch jemand.