Nahrungskonkurrenz

Mäusemahlzeitrest

 

Die Fraßspuren sind deutlich zu erkennen: Auch in meinem Garten treiben Wühlmäuse ihr Unwesen. Die Nachbarn nennen sie "Erdratten". Sie bauen ein unterirdisches Gängesystem und fressen fast alles, was sich zwischen Erdoberfläche und 30 cm Tiefe befindet. Von der Kartoffelernte fressen sie mindestens ein Drittel, von den Möhren wahrscheinlich noch mehr, und junge Sträucher und Bäume können nur in Drahtkörbe gepflanzt werden, damit die Erdratten nicht an die Wurzeln rankommen.

Man kann nicht viel gegen sie tun. Biomässig korrekt kann man sie nur vertreiben, indem man über ihren Bauten Schafe oder grössere Huftiere weiden lässt – die Geräusche mögen sie nicht. Aber im Gemüsegarten geht das nicht, aus naheliegenden Gründen. Man hätte noch weniger Ernte, wahrscheinlich gar keine mehr. Unsere Katzen könnten die Population kurz halten, eigentlich wäre das auch ihr Job, aber sie schlafen aber lieber. Und wenn sie mal jagen gehen, dann hinten auf der Hofwiese, wo ihnen die Feldmäuse ins Maul laufen. Vergiften will ich die Wühlmäuse aber auch nicht.

Also muss ich wohl oder übel einen Teil der Ernte an sie abgeben.

Beitrag vom 12.07.2014, 11:35 Uhr | Landlog