Erotische Kunst bei Rabertshausen

In einer ehemaligen Schule nahe der Grenze zu Tschechien im Elstertal, die jahrelang leerstand und allmählich verfiel, setzte eine Gruppe um den Künstler Oliver Martin Steuer vor einem Jahr ein Kunstprojekt um. Der Extremsportler, "mystische Sternenwanderer" und "Sportkunstliterat" Odin Milan Stiura beschreibt das Werden des Projekts im Literaturformat...

Pflaster, Fliesen, Glasbausteine: Dieses Anwesen feiert die rechten, stumpfen und spitzen Winkel.

Mosbach am Neckar, umdefinierter Raum an der Ausfallstrasse. Die Frau steht einsam, entfremdet – wie es scheint, in einer Notlage. Sie steht wie entblößt, das linke Auge blind. „Alles was du brauchst, ist ein Smoking und eine Fliege!"ruft die gefesselte Ikone den vorbeirasenden Piloten zu. „Komm, spiel mit mir!“ Aber niemand hört es.

Vierlande lebt vom Gartenbau. Hier zeigt eine Gärtnerei, wie sie Gartenkunst interpretiert: Selbst das Rasenmähen folgt dem gestalterischen Konzept. Ich gehe davon aus, dass innen angesetzt und dann spiralförmig nach aussen gearbeitet wird, um keine Halbmesser-Linie zu hinterlassen.

Fällt dem Landmann sonst nichts ein, nimmt er einfach Glasbaustein. Lässt sich abkärchern.

In kleinen Dörfchen Schwabhausen bei Boxberg steht dieser ehemalige Bauernhof, umgestaltet "zu Ehren und im Sinne von Friedensreich Hundertwasser".

Auch Werbung kann Kunst erschaffen. Mit dieser Installation an einer dörflichen Durchgangsstrasse in der Region Würzburg wird der Koch des Gasthof "Hirschen" gefeiert, der sich dem Trend zur technologischen Hochrüstung und Convienience-Food verweigert.

In Blumenthal (Heiligengrabe) steht direkt neben der Feldsteinkirche aus dem 16. Jahrhundert dieser dorfräumliche Solitär. Die Entwurfsidee war offensichtlich ein Erweiterungsbau, der sich eng an den historischen Altbau anlehnt, dessen Strassenfront unangetastet lässt und über den dortigen repräsentativen Eingang erschlossen wird. Mit seiner expressiven Streuung der Fenster, der breiten...

Die Klebstoffreste einer Collage auf einem Bundesstrassen-Parkplatzschild stellen die Frage nach der Absicht in den Raum. Wollte hier ein Guerilla-Künstler die Rastenden mit einer Botschaft aufrütteln? Oder ging es nur um Werbung für einen Doppeldecker-Abend in der örtlichen Disco, "einmal bezahlen, zweimal trinken"? Wir wissen es nicht. Was bleibt, ist das Dokument eines Scheiterns,...